Buchbesprechung: offenes Herz, offener Geist

Clara Hughes wuchs in einer kanadischen Familie auf, die viele Probleme hatte. Obwohl ihr Vater ein angesehener College-Professor war, verursachte sein Trinken Clara, ihrer Mutter und Schwester großen Schaden. Er hat Clara nie ermutigt, selbst nachdem sie im Sport erfolgreich geworden war.

Als Clara älter war und aus dem Haus in Winnipeg zog, stellte sie fest, dass ihre Mutter tatsächlich eine missbrauchte Frau war. Ihre Schwester hatte auch unter der Art und Weise gelitten, wie ihr Vater die Familie behandelte, und hatte selbst psychische Probleme.

Als Clara 16 Jahre alt war, sah sie, wie eine Skaterin im Fernsehen eine olympische Medaille gewann, und entschied, dass sie eines Tages dasselbe tun wollte. Zu dieser Zeit feierte sie jedoch und benutzte Drogen und Alkohol, um das zu maskieren, was später als Depression diagnostiziert wurde. Aber nichts würde Clara davon abhalten, ihr Ziel zu erreichen. Sie war eine entschlossene und engagierte Person, die bereit war, sich selbst zu trainieren und zu pushen, egal wie schwierig das auch sein mag. Sie gewann nicht nur Medaillen bei den Winter- und Sommerspielen für Eislaufen und Radfahren, sondern ist auch eine internationale humanitäre Helferin geworden.

Seit ihrer Kindheit hat Clara auf beruflicher und persönlicher Ebene Probleme. Sie litt unter Depressionen, Essstörungen und unangemessenen Partys. Meinungsverschiedenheiten und Beziehungen zu ihren Trainern plagten sie. Als kanadische Athletin erhielt sie von einigen ihrer Konkurrenten nicht so viel Geld wie Athleten. Sie war auch einsam.

Während Clara sich in ihrem Leben auf einem Tiefpunkt befand, lernte sie Peter kennen, der später ihr Ehemann wurde. Er hatte einen ruhigen und positiven Einfluss auf sie. Gemeinsam planten sie Outdoor-Abenteuer, von denen einige körperlich und geistig anstrengend waren und in Zeiten genossen wurden, in denen Clara weder trainierte noch an Wettkämpfen teilnahm. Clara freute sich darauf, mit Peter allein zu sein, mitten in der Natur und abseits der Massen.

Clara hat nicht nur sechs olympische Medaillen gewonnen, sondern auch zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Order of Canada. Sie wurde auch in die Canada Hall of Fame aufgenommen und befindet sich auf dem Canadian Walk of Fame.

Clara setzt sich dafür ein, das Stigma der Geisteskrankheit zu brechen und setzt sich für soziale Zwecke ein. Sie genoss besonders ihre Wohltätigkeitsarbeit mit Right to Play und reiste in Länder der Dritten Welt, um Kindern Sport beizubringen und zu fördern.

Claras Buch “Open Heart, Open Mind” ist eine sehr ehrliche Arbeit, bei der ich mich fragte, wie sie sich angesichts all der Schwierigkeiten, mit denen sie konfrontiert war, konzentrieren und zum Sieg drängen konnte. Sie ließ sich jedoch nie von ihrer Geisteskrankheit, ihrem selbstsabotierenden Verhalten und ihren negativen Einflüssen völlig überwältigen. Im Laufe der Jahre sah sie Ärzte und Therapeuten und lernte sogar, sich selbst, ihrer Familie und denen, die sie verletzt hatten, zu vergeben.

Clara ist ein Vorbild für diejenigen, die in der Sportwelt erfolgreich sein wollen und für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Heute leben Clara und ihr Ehemann Peter in Canmore Alberta. Sie genießen weiterhin Wandern und Radfahren.

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